"Der Gegner sollte sich bestenfalls nach uns richten“, sagt Bochums Trainer Marcel Koller.
17.10.2008
Selbstbewusste Töne aus Bochum

Definitiv auf sieben Spieler muss Marcel Koller, Trainer des VfL Bochum, im heutigen Spiel (Anpfiff 20.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach verzichten.

„Matias Concha, Joel Epalle und Daniel Imhof sind weiterhin verletzt“, so Koller, der darüber hinaus die verletzten Philipp Bönig, Andreas Lengsfeld und Vahid Hashemian sowie den rotgesperrten Anthar Yahia ersetzen muss. Sinan Kaloglu, der beim 3:3 der Bochumer beim FC Bayern München am letzten Spieltag an allen drei Toren direkt beteiligt war, plagt sich derzeit noch mit Nackenproblemen. Ihn hat Koller jedoch ebenso wenig abgeschrieben wie Thomas Zdebel und Shinji Ono, die sich wieder im Mannschaftstraining befinden.

Ob der Revierklub wie beim Achtungserfolg beim Rekordmeister mit zwei defensiven Mittelfeldspielern auflaufen wird, wollte Koller ebenso nicht den Journalisten verraten wie sein Mönchengladbacher Gegenüber Christian Ziege. „Ich möchte dem Gegner nichts auf die Nase binden“, sagt Koller, der eine klare Marschrichtung ausgab: „Wir müssen uns zu 100 Prozent auf unsere Stärken konzentrieren. Die Mannschaft muss ihr Spiel machen und der Gegner sollte sich bestenfalls nach uns richten.“

Selbstbewusste Töne, die sich allein schon durch die jüngsten Ergebnisse der beiden Vereine gegeneinander begründen lassen. Denn den letzten Bundesligasieg überhaupt gegen die Bochumer konnte die Borussia am 13. September 1997 feiern, Stefan Effenberg und Andrzej Juskowiak trafen zum 2:1-Sieg. Der letzte Bundesligasieg in Bochum ist bereits mehr als 13 Jahre her.

Der VfL Bochum steht mit sechs Punkten aus den ersten sieben Spielen auf Platz 14 der Bundesligatabelle, der bisher einzige Saisonsieg war ein 2:0 am vierten Spieltag gegen Arminia Bielefeld. Die Koller-Elf zeigte an den letzten Spieltagen starke Leistungen und bewies, dass sie einen langen Atem und eine gute Moral besitzt. Gegen Bayer Leverkusen holte die Mannschaft ein 0:2 auf, verlor am Ende dann aber doch unglücklich 2:3. Und am letzten Bundesliga-Spieltag drehten die Bochumer einen 1:3-Rückstand bei den Bayern in den letzten sieben Minuten noch in ein 3:3.

„Das wird ein Wochenende, dem wir alle bei Borussia entgegenfiebern.“

(Sportdirektor Max Eberl im Express zu Borussias Saisoneröffnung am kommenden Wochenende)
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