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Jupp Heynckes

Mit der Nationalelf wurde er 1972 Europameister und zwei Jahre später Weltmeister.
Jupp Heynckes holte sich 1974 und 1975 die Torjägerkanone in der Bundesliga.

Nicht viel mehr als fünf Pfund wog der kleine Josef, als er am 9. Mai 1945 im Krankenhaus Hehn das Licht der Welt erblickte. Dank intensiver Unterstützung seiner Eltern und der acht älteren Geschwister wurde er jedoch so gut hochgepäppelt, dass viele Borussen-Fans es ihnen später dankten. Denn aus dem kleinen Josef wurde ein strammer Jupp Heynckes, dessen Name im deutschen Fußball gewaltiges Gewicht bekam. Europameister 1972, Weltmeister 1974, 39 Länderspiele mit 14 Toren, viermal Deutscher Meister, dazu den UEFA- und den DFB-Pokal. 1974 und 1975 wurde er zudem Torschützenkönig der Bundesliga. Und das sind nur die Erfolge als Spieler. Mit 195 Toren für die Borussia dominiert er die interne Torschützenliste des VfL.

Als Trainer Hennes Weisweiler Heynckes zum Außenstürmer machte, war er davon zunächst gar nicht angetan. Einmal an diese Position gewöhnt, wollte er später gar nicht mehr ins Sturmzentrum. In vielen wichtigen Spielen ebnete er so den Weg zum Erfolg. So etwa 1971, als er nach einem einjährigen Intermezzo in Hannover an den Bökelberg zurückkehrte und mit zwei Toren beim 4:1 in Frankfurt seinen ersten Meistertitel feierte. Zu nennen ist auch das Finale des UEFA-Cups 1975, als er nach einem 0:0 im Hinspiel beim 5:1-Sieg in Enschede gleich dreimal das Tor traf. Den letzten Toren seiner Profi-Karriere blieb allerdings das Happy-End versagt. Fünfmal traf er in seinem letzten Auftritt am 29. April 1978 gegen Borussia Dortmund ins Netz. Doch in dem spannenden Bundesliga-Finale reichte bekanntlich auch der 12:0-Erfolg nicht zum Titel.

Holte mit den Bayern das Triple

Nach seiner aktiven Laufbahn war Heynckes ein Jahr als Co-Trainer beim VfL tätig, bevor er 1979 für acht Jahre die Rolle des Cheftrainers am Bökelberg übernahm. Auf seinen weiteren Stationen folgten auch Titel als Trainer. Zweimal wurde er mit dem FC Bayern Meister, 1998 gewann er mit Real Madrid Champions League und Weltpokal. Zudem trainierte er Athletic Bilbao, CD Teneriffa, Benfica Lissabon, Eintracht Frankfurt und den FC Schalke 04. Im Mai 2006 kehrte Heynckes zu Borussia zurück, scheiterte aber am Neuaufbau und im Februar 2007 wurde sein Vertrag auf eigenem Wunsch aufgelöst. Danach wollte er eigentlich nicht mehr als Trainer arbeiten, sprang dann aber in der Saison 2008/09 auf Wunsch seines alten Freundes Uli Hoeneß bei den Bayern als Nachfolger von Jürgen Klinsmann ein und führte die Bayern noch in die Champions League. Sein alter Job schien ihm zu gefallen, denn danach war er zwei Jahre als Coach bei Bayer Leverkusen und anschließend weitere zwei Jahre beim FC Bayern München tätig. Mit dem Rekordmeister holte er in der Saison 2012/13 das Triple. Am 4. Juni 2013 erklärte Heynckes sein Karriereende. Ein halbes Jahr später wurde ihm die Auszeichnung zum FIFA-Trainer des Jahres 2013 verliehen.

(Stand: August 2014)

Statistik

Alle statistischen Daten zu Borussias deutschen Nationalspielern, aber auch zu allen anderen VfL-Akteuren in der Vereinsgeschichte (ab Bundesliga) gibt es in unserer ausführlichen VfL-Statistik.

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